Warum wir ein Bedingungsloses Grundeinkommen BRAUCHEN

 

Teil 1 – der politische Teil

Die Menschen würden für GELD alles tun!

Das Geld regiert unsere Welt.

Aber ist das richtig so?

Ist das gut so?

Ich sage ganz klar NEIN!

So eine Welt hat keine Zukunft. So eine Welt saugt sich selber aus. Sie ist wie ihr eigener Parasit. Trinkt von ihrem eigenen Blut. Ein Blut, das mit Menschenleben gezahlt wird.

Wie können wir es zulassen, dass für Geld getötet wird? Das für Geld zerstört wird, ausgebeutet, gelogen, betrogen.. Was ist das für eine Welt? Die von Gier beherrscht wird, einer Gier die unersättlich ist. Immer MEHR.. immer MEHR.. nie genug. Nie haben die Leute genug Geld. Sie dursten nach Geld. Ihre Kehlen sind ausgetrocknet, und sie glauben Geld kann ihren Durst stillen.

Aber das stimmt nicht!

Das Geld ist für unsere heutige Gesellschaft zur Religion geworden. Es gibt doch keine echten Werte mehr, Normen, Tugenden. Wer strebt schon noch nach einem höheren Ziel??

Es geht doch nur noch um Konsum, Befriedigung von Bedürfnissen, das Stillen von Durst nach irgendwas..

ja was IST das? Was wir eigentlich wollen?

Wonach wir uns im tiefsten Inneren unseres Herzens sehnen..

Was wir uns nicht eingestehen wollen..

Was wir so lange vor uns her schieben, versuchen zu kompensieren mit leblosen Dingen, billigen Produkten, einem neuen Auto.. ja, wie lange macht dich das Auto glücklich?? So wirklich, richtig glücklich.. und erfüllt?

Beobachte dich mal. Kauf dir was Schönes. Etwas, das du glaubtest zu brauchen. Etwas, das dir irgendwie Freude gegeben hat. Wie lange hält das an? Können Dinge uns wirklich erfüllen?

Sind wir dann nicht immer noch eine leblose Hülle.. mit einem kleinen Fünkchen Glück?

Wäre es nicht schön, vollständig Glück in sich zu haben? So richtig aus vollem Herzen da sein, leben mit Begeisterung, Freude, Glückseligkeit.. Für die Sachen gehen, dafür brennen, für das, was mein Herz berührt. Dafür einstehen, aufstehen, laut sein. In die Welt hinaus schreien. ICH will das.

ICH will Liebe.

ICH will Freiheit.

ICH will Gleichheit.

ICH will eine freie Erde. Freie Menschen. Frieden auf Erden.

Und ICH werde meinen Teil dazu beitragen, dass er sich materialisiert. Denn er kommt uns nicht in den Schoß geflogen. Nein, der FRIEDEN muss erkämpft werden! Wir müssen dafür aufstehen! Wir müssen uns zeigen. Eine große Klappe haben. Ohne Rücksicht auf Verluste. Uns für „uns“ einsetzen, einstehen. Das größere UNS.

Das UNS, das im Kleinen anfängt. Eine Gruppe, dann ein Netzwerk an Gruppen, dann ein Land, ein Kontinent, und am Ende die ganze Welt.

Es muss wie eine Epidemie ausbrechen. Exponentielles Wachstum ist hier der Schlüssel. Alles vervielfältigt sich immer mehr. Aus einem Menschen werden 2, 4, 8, 16, 32…

Alle kommen mit ins Boot.. nach und nach.

Und ich sage: Mit dem Bedingungslosen Grundeinkommen wird diese, unsere Reise beginnen.

Ein kleiner Funken, der überspringt, größer wird, sich ausbreitet. Dann noch ein Funken. Immer mehr Funken. Bis wir mit unserem Elan und unserer Begeisterung die ganze Welt angesteckt haben.

Große Worte.. Warum sehe ich dieses Potenzial für unsere Gruppe? Ich weiß es nicht. Aber ich SPÜRE es. Es ist da. Es ist der erste Schritt. Wenn wir als Deutsche uns nicht mehr alles gefallen lassen. Wenn wir einstehen für uns, für den Frieden, für Freiheit. Ich weiß wir können das. Die Veränderung ist jetzt nicht mehr aufzuhalten. Sie wird los gehen.. irgendwo. Mit irgendwem. Und ich sage: es wird HIER sein.

HIER, wo wir vernetzt sind. Wo wir einander helfen können, mit Rat und Tat zur Seite stehen können. HIER, wo wir eine gemeinsame Vision haben.

Lasst UNS die Veränderung sein! Lasst UNS jetzt so richtig los legen. Die Zeit ist JETZT. Heute, nicht Morgen. Folgt euren Impulsen, sprecht alles aus, das ausgesprochen werden will. Sprecht von Herzen, teilt eure Geschichten! Macht es den Leuten fühlbar, WARUM das System so nicht weiter gehen kann. Lasst sie an eurem Schmerz, euren bitteren Erfahrungen mit diesem System teilhaben. Und lasst sie FÜHLEN, dass es schlecht ist.. dass es ein armes, armes, verwahrlostes Kind ist. Das alte System. Ein Kind, das nicht auf eigenen Beinen stehen kann. Das schlecht behandelt wurde. Das durch Unfreiheit gezeugt wurde. Durch Zwang, Belehrungen, Freiheitsberaubung. Dieses Kind hat nicht bekommen, was es BRAUCHT.

 

the sick child von Gabriel Metsu

 

Unserem System fehlt die LIEBE.

UNS fehlt die LIEBE.

DAS ist es eigentlich.. was wir wollen. Freiheit, und Liebe. So leben können, wie wir wollen. Frei sein, selbstbestimmt.

Also lasst uns diesem System die Liebe geben. Und dann wird sich alles von alleine verändern. Der Mainstream wird spüren, dass auch er eigentlich sich nur nach Liebe sehnt. Es ist nicht das Geld, der Reichtum, der Erfolg. Nein, denn das ist alles EGO. Aus dem Herzen wollen wir nur eins: LIEBE.

Und wenn wir mit unserem Herzen verbunden sind, lassen wir die Liebe in alles mit einfließen. In jede Tätigkeit. In jedes Wort.

Und darum geht es.. JETZT.

Seid die Liebe, fühlt die Liebe, sendet die Liebe aus.

Denn Liebe ist Heilung.

Und unser krankes System braucht eben genau das. Bedingungslose Liebe.

 

Unconditional love – Agape“ von Zerovina mit der Lizenz CC BY-SA 4.0

Ein Bedingungsloses Grundeinkommen.

Für alle.

Für jeden Deutschen.

Keine Ausnahme. Keine Kompromisse.

NUR das, was uns allen gut tut.

Womit wir ALLE zufrieden sind.

Keine Kompromisse..

 

In dem Sinne.. wünsche ich uns allen viel Tatendrang. Viel Begeisterung. Ich glaube an uns. Ich glaube an meine Vision. Wer glaubt auch an diese Vision?

Lasst uns jetzt loslegen. Die Zeit ist reif. Alles kommt jetzt in den Fluss.

Alles Liebe,

Namaste

<3 <3 <3

 

Teil 2 – der persönliche Teil

Jetzt möchte ich noch aus meinem eigenen Leben erzählen. Diese Geschichten, die wir alle erzählen könne, ich glaube sie sind GOLD wert. Über Emotionen erreicht man die Menschen. Wenn man ihnen sein Leid schildert, seine schlechten Erfahrungen.

Ich weiß.. der Mainstream hat bisher nicht zugehört. ABER das wird sich jetzt ändern. Der Mainstream WIRD zuhören. Er wird ganz unvoreingenommen sich alles anhören, alle Geschichten, alle Argumente. Er wird wissen wollen.. Ja.. was hat es damit auf sich. Was wollen diese Leute? Ist das wirklich so schlecht? Muss ich das überhaupt ignorieren? Wäre das nicht vielleicht ganz toll, so ein Bedingungsloses Grundeinkommen? Hm.. und er wird nachdenklich werden.

Würde es ihm selber nutzen?

Hätte er etwas davon, diese Idee umgesetzt zu sehen?

Würde es ihm nicht vielleicht auch mehr Freiheit geben?

Ein besseres Leben?

Ein freieres Leben.

Wo er einfach selbstbestimmt leben kann, ohne Geldsorgen. Frei nach dem Herzen jetzt in diesem Moment das tun können, was er will.

Wäre das zu schön um wahr zu sein??

Muss er sich mit wenig zufrieden geben. Wenn er doch alles haben kann?

Glück, Liebe, Zufriedenheit, Erfülltheit.

Hat er das jetzt?

Wäre das Bedingungslose Grundeinkommen nicht ein erster Schritt hin in diese Richtung. Sein Glück einfordern. JA, ich darf glücklich sein. JA, ich darf zufrieden und erfüllt sein. JA, ich darf die Liebe in mein Leben einladen und sie auch leben.

JA. Ein JA zum Leben. Das dir alles geben möchte.

Lieber Mainstream 🙂

Eine Hand die dir hingehalten wird. Nimmst du sie an? Lässt du dir helfen?

Wir alle würden dir gerne helfen. Denn wir lieben dich. Und wir wollen, dass es dir besser geht, dass es uns allen besser geht. Wir KÖNNEN nicht ohne dich. Es gibt KEINE Veränderung OHNE dich.

Also lass dich doch vom Leben beschenken. Wenn es dich doch liebt. Sieh es, und nimm es an, dieses unser Geschenk an dich.

Okay.. ich schweife schon wieder ab.

In der Gruppe „Bedingungsloses Grundeinkommen“ auf Facebook habe ich schon ein wenig meine Meinung kundgetan. Ich bin keine Expertin dafür, inwiefern das Bedingungslose Grundeinkommen umzusetzen ist. Mit dem finanziellen Teil kennen sich andere viel besser aus. Die ganzen Rechnungen etc. Ich kann das alles nicht erklären. Und muss ich auch nicht, denke ich. Das können andere viel besser, und darüber bin ich sehr sehr froh. Man muss ja nicht alles können 😉

Ich weiß aber, tief in mir drinnen, dass die Rechnung aufgehen wird. Wir geben Unsummen für die Rüstungsindustrie aus. Deutschland pumpt da so viel Geld in Kriegswaffen und -technologie rein. Eine Geldausgabe, die wir ja im Grunde gar nicht brauchen. Das Ganze basiert ja nur auf ANGST. Die ANGST vor dem Anderen, vor dem Fremden. Vor einem 3. Weltkrieg.

Diese Zeiten sind vorbei. Das WIRD und KANN nicht mehr passieren. Denn die Schwingung hier auf der Erde ist jetzt so hoch. So etwas lässt sich nicht mehr manifestieren.

Da steht dann 1 Gedanke an Krieg gegen 100 Gedanken an Freiheit. Dieser eine Gedanke lässt sich nicht umsetzen. Er wird vom Leben nicht unterstützt. Weil er nicht aus der Liebe geboren wurde.

Ich würde also allen raten, diese Angstgedanken abzulegen. Wie eine Rüstung. Denn wir brauchen jetzt keine Rüstung mehr. Wir brauchen uns nicht mehr schützen. Das Leben schützt uns. Wir sind geschützt. Werden geschützt. Wir können uns ganz frei und nackig zeigen. Unsere Hüllen fallen lassen. Uns von unserer tiefsten, emotionalsten Seite zeigen. Ohne Angst. Keine Angst.

Und dann alles loslassen, das uns Angst gemacht hat. Was auf Angst basiert, mit Angst aufgebaut wurde:

Dieses System. Ein Produkt aus Angst. Denn das System glaubt, uns nicht FREI lassen zu können. Es hat ANGST uns unsere Freiheit zu geben. Weil es befürchtet, dass dann das Chaos austritt. Dass die Menschen unkontrolliert, wie in einer Anarchie, leben, und das System zum Einbruch gebracht wird. Aber das ist eine LÜGE. Die uns aufgetischt wurde.

Schaut doch mal in die Natur. Wie machen es Bienen? Es gibt da eine Bienenkönigin, dann gibt es ganz viele fleißige Helferbienen. Jede weiß, was sie zu tun hat. Genau in diesem Moment, braucht sie nicht fragen, jemanden da oben: Hey, was soll ich machen? Was rätst du mir?

Hört auf euer Herz! Und es wird euch weisen. Genauso wie die Bienen. Denn sie SIND einfach nur. Und aus diesem SEIN heraus wissen sie, was sie zu tun haben. Wie sie zu leben haben. Was jetzt das Beste wäre für das Ganze. Für das Große. Für ihr System.

 

Bienenkönigin und Arbeiterinnen auf einer Brutwabe“ von Waugsberg unter der Lizenz CC BY-SA 3.0

Ein Bienennest – Bienenkönigin in der Mitte

 

Bei den Ameisen genauso. Sie sind voller Tatendrang, stehen nie still. So lebendig. Diese Lebendigkeit ist uns abhanden gekommen. Wurde uns abtrainiert. Aber die Natur zeigt es uns:

Stillstand ist Tod.

Nur wer lebendig ist, wer Veränderungen mit Freude und Liebe annimmt, nur der kann wahrhaftig leben. Und nur der kann dem System so dienen wie es gebraucht wird. Völlig frei von Erwartungen, losgelöst von allen Konzepten, von allem, wovon man bisher dachte, dass es wahr wäre. Auch, wenn es die eigene Weltsicht total auf den Kopf stellt.

Wenn es doch gut ist.. und uns allen gut tun würde. Dann lasse doch diese Veränderung in dein Leben. Es ist eine gute Veränderung. Sie wurde aus Liebe geboren. Sie ist nicht wie dein altes System. Sie hat die Macht der Veränderung. Des Friedens. Das, was wir uns alle doch im Herzen wünschen und uns danach sehnen. Nach Freiheit. Nicht nur unserer eigenen Freiheit, sondern der Freiheit ALLER Wesen, aller Menschen. Der ganzen Welt. Einer freien Welt. Einer neue Welt. Weltfrieden.

<3 <3 <3

 

Teil 3 – der jetzt wirklich persönliche Teil

Meine eigenen Erfahrungen mit dem alten System

Hartz IV, Hartz IV.. das gute Hartz IV..

Ich beziehe jetzt schon seit mehreren Jahren Hartz IV. Aufgrund meiner schlechten Gesundheit war in den letzten Jahren nicht ans Arbeiten zu denken. Eigentlich meinte es Hartz IV mit mir ganz gut. Ich hatte die meiste Zeit nette Vermittlerinnen. 2 an der Zahl um genau zu sein. Sie haben mir zugehört, mich zum psychologischen/ ärztlichen Dienst geschickt. Waren verständnisvoll. Nicht aber die dritte. Ich wollte eigentlich nur am Empfang ein paar Unterlagen abgeben. Dann meinte sie dort aber überraschenderweise ich könnte direkt durch zu der Frau. Welche Frau? Hm.. ich ging hin, klopfte, durfte eintreten. Da saß sie, eine etwas ältere Frau mit kurzen blonden Haaren. Auf dem Tisch ein Namensschild. Sie stellte sich nicht vor. Direkt stieg sie ein ins Gespräch. Schaute meine Unterlagen durch. Und fragte mich dann, was ich denn eigentlich arbeiten wolle.

Ich schaute sie verdutzt an. Äh.. mir geht es nicht gut. Ich kann nicht arbeiten.

Wollen Sie denn nicht meine Krankengeschichte hören?

Nein. Das interessierte sie nicht. „Sie sehen für mich nicht krank aus.“

Kam nur als Antwort.

Ich war geschockt. Okay.. ich wusste, dass viele es mir nicht ansehen. ABER wie es mir innendrin geht, ob ich Schmerzen habe.. das sieht man vielleicht auch gar nicht, wenn man nur den Körper betrachtet. Es drängte sich in mir die Frage auf, mit welcher Autorität sie denn das wisse.

Welches Recht hatte sie, sich über mich zu stellen??

Woher wollte sie denn wissen, wie ich mich fühlte?

Welches Medizin – oder Psychologiestudium hatte sie abgeschlossen, das sie zu dieser Behauptung, ich würde sogar sagen, medizinischen Diagnose, berechtigte?

Mir war das schleierhaft.

Vom einen auf den anderen Moment fühlte ich mich niedergeschlagen, unverstanden, und hatte das Gefühl jetzt nichts mehr sagen zu wollen. Irgendwie hatte sie mich gebrochen.. in nur so einem kurzen Gespräch. Mir war einfach klar: Die wollte meine Wahrheit nicht hören. Wie ich mich fühlte, was ich brauchte. Was mir fehlte. Was mir auf der Seele brannte. Sie wollte sich kein Stück weit für mich öffnen. Für das, was mir in dieser Zusammenarbeit wichtig war, und so soll es ja laut Eingliederungsvereinbarung eine beidseitige Übereinkunft beider Parteien sein. Jeder soll seinen Pflichten nachkommen. Und zwar in gleichem Maße. 50:50.

Das fühlte sich für mich aber gar nicht so an. Eher wie ein Bestimmen von oben:

Du machst das jetzt so wie ich das sage. Deine Meinung, deine Wünsche sind mir egal.

Eben wie unser System das macht. Hauptsache du funktionierst und dienst mir.

Aber wer dient mir denn?

Das System? Diese Zeiten sind schon lange vorbei.

Sie erzählte mir dann, dass es eine Zwangsmaßnahme gäbe, seit ein paar Monaten, für jeden neuen „Kunden“. Diese trägt den Namen „Werkakademie“.
Man soll dort 6 Wochen lang 3 Tage in der Woche 4 Stunden verbringen.

„Diese Maßnahme soll ihre berufliche Eingliederung in eine versicherungspflichtige Beschäftigung unterstützen. Nach Abschluss der Maßnahme reichen Sie eine Musterbewerbungsmappe im Jobcenter ein.“

Hm.. ja, das klingt ja ganz gut. Und mit Arbeiten habe ich auch im Grunde kein Problem. Es ist nicht so als wäre ich faul. Oder möchte die anderen für mich arbeiten lassen. Es ist einfach so: „Ich KANN nicht arbeiten.“

Das war mir in dem Moment ganz klar.

Und das sagte ich ihr auch.

Dass ich früher immer zum ärztlichen oder psychologischen Dienst geschickt wurde. Ob das denn nicht eine Möglichkeit wäre?

Sie antwortete: Nein, so etwas haben wir hier nicht.

Ich war geschockt. Was? Warum denn kein ärztlicher Dienst..

Aber das erklärte sie mir nicht.

Das war einfach so. Und ich als dummer Bürger sollte das einfach so hinnehmen.

Hm..

Sie druckte mir eine Eingliederungvereinbarung aus. Mit meinen Pflichten denen ich nachgehen sollte. Wo auch drin stand, dass ich an der Maßnahme teilzunehmen habe.

Ich werde das nicht unterzeichnen. Sagte ich.

Das passt für mich einfach nicht.

Ihre Frage kam dann etwas überraschend: Ach sie wollen nicht unterschreiben, ja dann machen wir es halt als Verwaltungsakt. Das hätten sie aber schon früher sagen können, dann hätte ich das Formular direkt ganz anders aufgesetzt.

Sie war an diesem Punkt jetzt richtig pissed. Eigentlich, so meinte sie, hatte sie gedacht es würde alles etwas schneller über die Runden gehen. Dass ich so ein schwieriger Fall wäre hätte sie nicht gedacht. Es war kurz vor Feierabend und den wolle sie ja eigentlich pünktlich antreten.

„Ihre Pflichten müssen Sie dann aber genauso erfüllen, da ändert jetzt nichts daran.“

„Ja, aber ich kann dann dagegen klagen.“

„So habe ich Sie jetzt gar nicht eingeschätzt dass Sie sich das Leben so schwer machen wollen.“

Ist mir egal. Ich lasse mir von dir nichts sagen, blöde Ziege. Habe ich natürlich nur gedacht.

Das Gespräch war also beendet. Ich fühlte mich daraufhin seehr unsicher. Ohje… würde das jetzt noch gut gehen?

Glücklicherweise habe ich Freunde die sich mit dem Thema gut auskennen. Ich wurde sehr gut beraten. „Wenn du krank bist bist du krank. Punkt. Lass dich krankschreiben, die müssen das akzeptieren und können dir dann nichts mehr.“

Auch wurde mir das Hartz IV Schutzschild nahe gelegt. Wer kennt das schon?

Eine super Initiative. Mehr als 45 Personen, darunter einige Anwälte, setzen sich für die Rechte der Hartz IV Empfänger ein. Eine echt tolle Bewegung. Wow.. dass das überhaupt funktioniert. Und so gut. Ich meldete mich also dort an. Sie reichten Widerspruch ein. Er wurde nicht gewonnen, aber immerhin hatte das Jobcenter so ein wenig mehr unnütze Arbeit. Das könnte man sich doch eigentlich sparen, diesen ganzen Bürokram.. Dieser Bürokratie Staat Deutschland. Hier ist alles so kompliziert. Für jeden Scheiß gibt es ein Gesetz. Wie muss man da durchs Leben gehen ohne irgendwie anzuecken? Ich weiß es nicht. Ich denke sehr unauffällig. Sehr gehorsam. Ohne groß aufzufallen. Aber wer etwas einfordert, seine Rechte zurück haben will, der hat es schwer.

Ich habe mich dann auch krankschreiben lassen. Für mich funktioniert es so also ganz gut. Das Jobcenter hat sich nicht mehr gemeldet. Im Internet habe ich gelesen, dass das Arbeitsamt durchaus einen ärztlichen Dienst hat, und der wird normalerweise vom Jobcenter mit genutzt. Aber das wurde mir ja vorenthalten. Diese Möglichkeit stand mir überhaupt nicht offen. Tja.. liebes Jobcenter. Wenn ihr mit mir so umgeht.. dann kriegt ihr es aber doppelt zurück!!

Ich weiß viel besser was ich brauche, was ich kann, was ich jetzt gerade möchte. Und das ist nicht faulenzen und mich vom Fernseher zudröhnen lassen. So war ich noch nie. Nein, ich möchte etwas bewegen. Und da brauche ich meine freie Zeit, um solche Texte schreiben zu können. Irgendeiner dummen Arbeit nachzugehen wäre jetzt das LETZTE was ich tun wollte. Ich spüre einfach wie es in mir brennt, wie meine Ziele, Visionen, Ideen umgesetzt werden wollen. Es wäre für mich eine Qual jetzt irgendwo auf Arbeit zu sitzen, wo ich etwas anderes tun muss als das was mein Herz gerade verlangt.

Jeder hat eine Bestimmung. Das habe ich auch schon in der facebook Gruppe geschrieben.

Ich glaube fest daran, dass jeder eine Bestimmung hat. Einen Grund jetzt gerade hier auf der Erde zu sein. Niemand braucht einem sagen, was man tun soll. Jeder, der seinem Herzen folgt weiß, was für ihn oder sie in diesem Moment das Richtige ist. Ich finde, man sollte den Menschen diese Möglichkeit erlauben, eben dies tun zu können, ohne sie zu irgendwas zu zwingen. Das heißt nicht, dass morgen keiner mehr im Supermarkt an der Kasse sitzen würde. Nein, es gibt sogar Menschen denen macht das Spaß. Besonders, wenn es wieder mehr gewürdigt wird in unserer Gesellschaft, wenn wir Wertschätzung haben für die Menschen, die die anstrengenden Jobs machen, wo sie der Gesellschaft dienen. Ich meine damit zum Beispiel Müllmänner, oder auch Kindergärtnerinnen, Notärzte, Krankenpfleger, Hausfrauen. Auch Mutter sein ist ein Beruf. Wir haben einfach vergessen was all diese Menschen für die Gesellschaft leisten, jeden Tag. Wenn wir anfangen ihnen wieder mehr Dankbarkeit entgegen zu bringen, dann können wir uns auch als Gesellschaft leisten, allen mehr Freiheit zu schenken. Denn dann gibt es einen Zusammenhalt, kein Gegeneinander mehr. Jeder hilft jedem. So wollen wir es doch eigentlich. Hoffe das ist eine zufriedenstellende Erklärung.

 

Weiterhin wurde in der Gruppe die Frage gepostet: „Was wird durch das BGE eingespart?

Meine Antwort dazu:

Was wird durch das BGE eingespart??

All das, was heutzutage von der Gesellschaft eingespart wird. Denn sie spart an der falschen Stelle. Da sie den Menschen verbietet sich frei entfalten zu können, hat dies viele weitreichende Folgen. Es resultiert in unglücklichen Menschen, die einer Tätigkeit nachgehen, die sie nicht lieben, sondern nur zum Überleben ausführen. Hätten sie mehr Zeit, könnten sie sich kreativen Betätigungen widmen, für ihre Freunde und Verwandte, Bedürftige da sein, Gärtnern, der Natur etwas Gutes tun, sich selbst etwas Gutes tun. Von alldem profitiert die Gesellschaft. Und durch das BGE würden wir all diese Einschränkungen nicht mehr haben. Wir würden sie einsparen. Und damit ganz viel neue Möglichkeiten für uns alle eröffnen.

 

Und dann noch eine kleine Anekdote aus meinem Leben, die dann sehr gut als Antwort gepasst hat:

Okay um mal auf die Hartz IV Bezieher zu sprechen zu kommen.. die meisten von ihnen sind von der Gesellschaft gebrochen worden. Schon ganz früh, das fängt in der Familie an, im Kindergarten, in der Schule. Unsere Gesellschaft ist einfach so gnadenlos und ohne Mitgefühl, dass viele Menschen das einfach zu Boden ringt. Sie haben nie gelernt für sich einzustehen, haben nie gelernt, wie sie herausfinden, was sie eigentlich wollen, sie haben nie die Möglichkeit bekommen sich selbst entdecken und verwirklichen zu können. Weil wir, unsere Gesellschaft, sie wie Sklaven behandelt, Roboter, die einfach nur funktionieren müssen. Aber für alles Schöne und Erfüllende ist da kein Platz mehr.

Ich habe vor einer Weile einen Hartz IV Bezieher kennengelernt, der wirklich am Ende war. Depressiv, Alkoholiker, kurz vor dem Rauswurf aus seiner Wohnung. Dieser Mann hatte einen gebrochenen Willen, und was macht die Gesellschaft? Haut noch eins oben drauf!! Anstatt der Psychotherapie, die er soo dringend bräuchte, der ärztlichen Hilfe, einen Sozialarbeiter, der ihm zur Seite steht und ihm hilft, in seinem Leben klar zu kommen, mit seinen Finanzen, seinem Privatleben.. anstatt all dem, hat das Jobcenter, die Gesellschaft rein gar nichts für ihn getan. Sondern im Gegenteil, hat veranlasst, dass er auf die Straße gesetzt wurde.

Ich finde das ist nicht der richtige Weg!!!

Mir war ganz klar, dieser Mensch braucht etwas anderes. Da muss man schauen, was tut dem Menschen wieder gut, damit er zu sich zurückfindet, Vertrauen zum Leben wieder gewinnt. Das geht nur Stück für Stück. Indem man ihn mit Mitgefühl behandelt. Und dieser Mensch, so ist mir aufgefallen, hatte Freude am Umgang mit Pflanzen. Das gab ihm Trost. Da konnte er sich um ein zartes zerbrechliches Pflänzchen kümmern und ihm seine Liebe schenken. DAS ist, was er braucht, um wieder heil zu werden, um auch der Gesellschaft wieder etwas zurück geben zu können. Nur DAS und nichts anderes. Kein Zwang, keine Kontrolle. Nur leben lassen.

 

Und auf den Post „Einfach mal drunter schreiben warum ein bisschen mehr Müßiggang unserem Planeten gut tut.“ habe ich folgendes geantwortet:

Weil unserem Planeten mit unbewussten Handlungen schon genug Schlimmes angetan wurde. Es wird Zeit, dass wir aufhören immer nur zu arbeiten, arbeiten, arbeiten. Denn der Mainstream richtet damit nur Schaden und Zerstörung an. Wir sollten alle mehr in die Freude kommen, in die Entschleunigung, uns und allen anderen etwas Gutes tun. Und ganz besonders der Erde 🙂

 

In dem Sinne. Tut Euch etwas Gutes. Gerade jetzt an Ostern. Die perfekte Zeit dafür. Wo ja die meisten mit ihrer Familie sind und danach dann auch Ferien haben. Vielleicht werden viele von uns danach gar nicht mehr zur Arbeit gehen. Wenn sie ihre Arbeit nicht lieben, sie nicht erfüllt. Vielleicht bleiben wir einfach zu Hause. Alle, die ihre Arbeit lieben und sie als sinnvoll erachten werden auch weiterhin hin gehen. Da braucht man wirklich keine Angst haben.

Lasst uns dem Planeten etwas Gutes tun!

Lasst uns jetzt gemeinsam an einem Strang ziehen.

Hartz IV ist nicht die Lösung. Ein solidarisches Grundeinkommen ist nicht die Lösung.

Nur ein BEDINGUNSLOSES Grundeinkommen ist die Lösung.

Und zwar für ALLE.

Sprecht EURE Wahrheit aus.

Sprecht UNSERE Wahrheit aus.

Alles Liebe und viel Gelingen,

Ostara

 

Bild im Header: „Grundeinkommen statt Existenzangst BGE Berlin 2013“ von  stanjourdan mit der Lizenz CC BY-SA 2.0

Kategorien: Politik

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