Nicht- Wissen

ein kleines Gedicht über den Sinn des Lebens

 

Ich habe immer wieder so Momente wo ich nichts weiß.

Keine Ahnung warum ich hier bin.

Was wir hier machen.

Keine Geschichte, nur Stille.

Die Abwesenheit von Wissen.

Einfach nur Nicht- Wissen.

Was ist das Universum?

Was ist der Sinn des Lebens?

Wer hat uns erschaffen?

Keine Antwort auf all diese Fragen.

Man könnte es Unsicherheit nennen.

Das Fehlen von Sicherheit.

Irgendwie fühle ich mich dann haltlos.

Als würde ich schweben.

Und nichts haben, an das ich mich klammern kann.

Meint das Leben es gut mit mir?

Was ist mein Auftrag?

Wer bin ich?

Fragen, die in dieser Stille keine Antwort finden.

Es ist wie ein Tod.

Sich so fallen zu lassen.

Man muss es vollkommen annehmen.

Geht man in die Gedanken, so kommt sofort Angst auf.

Ist das alles nur Quatsch was ich da mache?

Was ich da sage?

Was ich glaube wahr zu sein?

Fast schon eine Panik. Dieses Haltlos sein.

Werde ich mich je wieder festhalten können?

Wird mir je wieder etwas Sicherheit geben in meinem Leben?

Als würde einem der Boden unter den Füßen weg gezogen.

Dabei möchte man doch mit beiden Beinen fest auf dem Boden stehen.

Was fehlt mir, dass ich mich so unsicher fühle?

Was gibt mir Halt?

Das ist für jeden vielleicht etwas anderes.

Für mich ist es in erster Linie Sein lassen.

Nicht in den Verstand gehen.

Erlauben sich total unsicher zu fühlen.

Sich klein zu fühlen.

Sich dumm zu fühlen.

Ich weiß nichts.

Eigentlich weiß ich nichts.

Und das ist jetzt gerade auch gut so.

Jedes Hinterfragen schmerzt dann einfach nur.

Jedes Anzweifeln der eigenen Wahrheit gibt einem das Gefühl von Ohnmacht.

Nichts wissen.

Einfach eintauchen in dieses dunkle Etwas.

Vergessen.

Wir haben die Wahrheit vergessen.

Wir glauben nichts zu sein. Wir sind so sehr eingetaucht, dass wir uns vergessen haben.

Wer wir sind.

Was wir hier machen.

Was der Sinn unserer Existenz ist.

Vielleicht kann man sich auch verlieren in diesem Nichts.

Vielleicht ist es gar nicht gut, immer nur nichts zu wollen.

Nichts wissen zu wollen.

Nichts erreichen zu wollen.

Nichts anzustreben.

Keine höheren Ziele.

Vielleicht ist es manchmal ganz gut aus diesem schwarzen Loch heraus zu kommen.

Mal um sich zu schauen.

Was machen wir hier eigentlich auf der Erde?

Gefällt mir das?

Stimme ich da zu?

Ist es, was ich möchte?

Wünsche ich mir so eine Welt?

Wenn man das macht, findet man plötzlich lauter Antworten.

Warum sind wir hier?

Was ist meine Lebensaufgabe?

Was möchte ich wirklich in meinem Leben?

Und.. hast du schon deine Antworten?

Immer wenn ich Nicht- Wissen erlaube, folgt ganz von alleine das Wissen.

Aus dieser Leere heraus schöpfe ich meine Weisheit.

Weisheit kommt nicht aus dem Ego. Sie kommt aus deiner Seele.

Nur wer wirklich verbunden ist, mit all seinen Aspekten, kann auch ganz und wahrhaftig leben.

Alle Aspekte verbinden, in sich und im Außen.

Die linke und die rechte Gehirnhälfte.

Das Denken und das Fühlen.

Wenn alles integriert ist, entsteht eine perfekte Einheit.

Anspannung und Entspannung.

Aktion und Reaktion.

Aktiv und passiv.

Wach sein und schlafen.

Lebendig sein und tot sein.

Einatmen und Ausatmen.

Sein und Nicht- Sein.

Die perfekte Harmonie.

Die Liste ist endlos.

Das ist ein universelles Gesetz.

So ist das Universum aufgebaut.

Yin und Yang.

Das eine geht nicht ohne das andere.

Weiblich und Männlich.

Kein erfülltes Leben, wenn nur das eine da ist.

Nur Denken.

Oder nur Fühlen.

Nur Anspannung.

Oder nur Entspannung.

Integration ist das Stichwort.

Balance.

Wie eine Waage.

Alle Anteile in gleichem Maße.

Der perfekte Mensch.

Ein Gott.

Ein Gott auf Erden.

Wir können alle so sein.

Wir sind alle so.

Eigentlich.

Wenn wir alle Anteile vereinen.

Das ist unsere Aufgabe.

Das ist unser Sinn.

Das bringt uns Freude.

Da finden wir Antworten.

Aus uns heraus.

Und im Außen.

Das Außen ist ein Spiegel des Innen.

Und andersrum.

Es geht nicht das Eine ohne das Andere.

Nur Innen.

Oder nur Außen.

Die Spirituellen schauen gerne nur nach Innen.

Der Mainstream schaut nur nach Außen.

Lasst uns das verbinden.

Lasst uns geistige und materielle Welt verbinden.

Lasst uns eine Einheit werden.

Für eine perfekte Erde.

Für ein perfektes Universum.

Damit alles wieder perfekt wird.

So wie es mal war.

Und so wie es wieder sein wird.

Alles Liebe.

Namaste

 

P.S.: Achja und was ich gerade in meinem Leben besonders wichtig finde: Impuls und kein Impuls. Dieser starke innere Drang, und dann wieder gar kein Drang. Dabei geht es auch darum, es einfach sein zu lassen. Okay.. ich möchte das eigentlich, aber jetzt gerade ist nicht der Impuls dazu da. Oder andersrum, man hat einen sehr starken Impuls etwas zu tun, weiß aber nicht was. Das kennen wir sicher alle. Für mich ist wichtig, immer alles mit voller Leidenschaft zu machen. Keine halben Sachen. Ist da ein Impuls, dann gehe ich total dafür, egal was der Kopf sagt. 100% geben, in jedem Moment. Mit voller Leidenschaft ein Projekt angehen. Aber auch mit voller Leidenschaft das Gegenteil tun. Total entspannen. Total sein lassen. Aus den Gedanken heraus kommen. Auch wenn der Kopf sagt, man sollte jetzt eigentlich dies oder jenes tun. Weil es erledigt werden muss. Weil man es versprochen hat. Der Moment weiß es immer am besten. Ich bin auch noch am Lernen und am Üben. Perfektionieren kann man das wohl nie. Aber man kann es anstreben. Denn es erleichtert einem ungemein das Leben. Und man lebt dann auch richtig. Man ist keine Hülle mehr. Man ist lebendig, so richtig da und am Leben. So wie Kinder. Sie haben so viel Energie, sind voller Tatendrang. Lasst uns alle wieder mehr so sein.

Küsschen

 

Kategorien: Inspiration

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